Veranstaltungen  - Stadt Witten

6. Stolpersteinverlegungen in Witten

Der Arbeitskreis „Stolpersteine in Witten“, das Stadtarchiv Witten und alle Akteurinnen und Akteure haben am 22. Mai mit dem Künstler Gunter Demnig, der seit 2014 bereits 79 Stolpersteine in Witten verlegt hat, eine weitere Stolperstein-Verlegung in Witten durchgeführt.

Wie bei den vorausgegangenen Verlegungen haben wieder viele interessierter Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Weitere Einzelheiten zu den Personen, an die die neuen elf Stolpersteine erinnern sollen, folgen im Laufe der nächsten Wochen.

Das waren die Stationen

- Erster Verlegeort an der Brunebecker Straße 53 in Rüdinghausen - Vier Stolpersteine für die Familie Neugarten, Grußworte u. a. von Bürgermeisterin Sonja Leidemann

- Zweiter Verlegort Im Wullen 75 (Christopherus-Hof) in Annen - Ein Stolperstein für Ludwig Fels

- Dritter Verlegort an der Steinstraße 12 in Witten-Mitte - Ein Stolperstein für Erich Reising

- Vierter Verlegeort an der Körnerstraße 34 in Witten-Mitte - Drei Stolpersteine für die Familie Rosenbaum

- Fünfter Verlegort an der Berliner Straße 28 in Witten-Mitte - Zwei Stolpersteine für die Eheleute David und Rosalie Wilzig

Eine ausführliche Fotostrecke findet sich unter 6. Stolpersteinverlegung im Nachrichtenportal der WAZ Witten.

- Ab 17 Uhr: Treffen aller Akteurinnen und Akteure sowie Interessierter in der Husemannstraße 12 (Bibliothek / Märkisches Museum)

Um 18 Uhr hielt dort Gunter Demnig einen Vortrag zum Thema „Stolpersteine – Spuren und Wege“. Der Künstler Gunter skizzierte in einer PowerPoint-Präsentation seinen künstlerischen Werdegang seit 1968 einschließlich des Projekts Stolpersteine.

„Streetpainting and Records for Annen": Dreitägiges Projekt brachte Farbe auf den Rathausplatz

"Streetpainting and Records for Annen", hieß ein buntes Projekt, dass vom 10. bis 12. Oktober auf dem Rathausplatz stattgefunden hat. „Mitmachen ist angesagt“, unter diesem Motto hatte die DRK-Integrationsagentur mit Plakaten in Deutsch, Englisch und Arabisch zum farbenfrohen Come-Together eingeladen. Und viele, insbesondere geflüchtete Menschen, sind diesem Aufruf gefolgt. Das Ziel der Kooperation mit dem Wittener Künstler Jonas Heinevetter war: Witten soll mit Hilfe von Straßenmalerei „so bunt werden wie es nun mal ist“, sagt Sebastian Schopp von der DRK-Integrationsagentur. Unterstützt wurde das Projekt auch von der AWO EN.

„Wir als Stadt (Jugendamt) und als Fach- und Koordinierungsstelle (VHS) haben das Kooperationsprojekt im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie unterstützt und begrüßen ausdrücklich, dass es neben den durch das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ geförderten Projekten so viel ehrenamtliches Engagement, kreative Initiativen und zielgerichtete Projekte der Begegnung in Witten gibt“, freut sich Michael Lüning. Bürgermeisterin Sonja Leidemann hat sich persönlich eingebracht und einen Eintrag im "Goldenen Buch" verfasst.

Bei dem Projekt entstanden viele tolle Kreidebilder auf dem Rathausplatz. Jung und alt ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Begleitet von Musik und der guten Essensversorgung durch die Ruhrtalengel, beteiligten sich neben den Geflüchteten viele Wittener Bürgerinnen und Bürger an der Aktion. Am letzten Tag wurden die Kreidebilder dann vom THW (leider) wieder entfernt.

Zu diesem Kooperationsprojekt hier ein Artikel der WAZ vom 13.10.16 sowie ein Video vom Portal "Der Westen"

„Integrations-, Sport-, und Kulturtag“ am 15.10.16 auf dem Husemannplatz

Witten ist bunt“ steht auf Ansteckern, die man bisweilen an Jacken oder Taschen von  Wittener/innen sehen kann. „Witten feiert bunt!“ setzte am 15. Oktober sogar noch ein fettes Ausrufezeichen hinter Wittens bunte Vielfalt: Der Samstag war der erste Wittener „Integrations-, Sport- und Kulturtag“! Auch wenn nicht so viele Teilnehmende und Gäste wie vom Veranstalter erwartet am Fritz-Husemann-Sportplatz und in der Fritz-Husemann-Sporthalle dabei waren, brachten doch alle gute Laune mit und waren gut ausgerüstet, um bei den Angeboten in der Turnhalle und der Sportanlage mitzumachen!

Bürgermeisterin Sonja Leidemann eröffnete das Fest um 10.45 Uhr. Danach fand ein Fußballturnier auf dem Husemann-Sportplatz statt: Fünf Mannschaften, darunter ein Team mit Flüchtlingen aus Witten, Team Help Kiosk, Integrationsteam, Guireors Kamerun und der DJK TuS Ruhrtal spielten gegeneinander um den Turniersieg. Pokale für den Sieger und besten Spieler des Turniers wurden vom KSB-EN gesponsert. Den Turniersieg holte sich am Ende die Mannschaft mit Flüchtlingen aus Kamerun.

Wer Fußball nicht mag oder etwas ganz anderes probieren wollte, kam auf seine Kosten:

- Sportangebote zum Mitmachen (u.a. Volleyball, Selbstverteidigung, orientalischer Tanz, Badminton, Kinderturnen, Judo, Tischtennis)

- Open Air Festival mit einem vielfältigen Bühnenprogramm und mit dem Ziel des interkulturellen Austauschs

- Kinderprogramm (Hüpfburg und Spielstationen)

- Gastronomie- (multikulturelles Angebot) und Infostände

Auch die Partnerschaft für Demokratie Witten war mit einem Infostand vertreten. Zudem verstärkte der Ansprechpartner des Amtes für Jugendhilfe und Schule und interne Koordinator des Netzwerks "Demokratie leben!" ein Fußballteam des DRK und Flüchtlingen. 

Bunt und vielfältig war auch die Liste der Veranstalter, die sich für das bunte Treiben unter dem Motto „Vielfalt – Gemeinsam für ein besseres Leben“ zusammen geschlossen hatten: Das Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz e.V. (WIIK e.V.) veranstaltet in Witten mit Unterstützung des KreisSportBund Ennepe-Ruhr, dem StadtSportVerband Witten e.V und der Stabstelle Integration, Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften den „samo.fa  Integrations-, Sport-, und Kulturtag 2016“ (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit).

Das Ziel eines „integrativen, sportlichen, soziokulturellen Austauschs“ klingt ein wenig sperrig, aber ganz einfach gesprochen ging es für die Veranstalter um dieses: „Wir wollten etwas Farbe in einen Wittener Samstag bringen und persönlicher Begegnungen zwischen Bürgern, Ehrenamtlern und Menschen mit Migrationshintergrund stärken. Das ist eine schöne Art von Willkommenskultur und vertieft das Miteinander von Geflüchteten und den Wittener/innen.“ Und das Beste daran: Der Tag brachte Leichtigkeit und Spaß für alle – woher auch immer sie kommen!

Weitere Infos im WAZ Artikel vom 16.10.16 und eine Bilderreihe auf dem Portal "Der Westen".

Quartiers - Ensemble "Integration durch Kunst und Kultur!"

Vor zwei Wochen hat das „Quartiers – Ensemble“ seine Arbeit am Kunstwerk Integration aufgenommen. Immer dienstags und freitags von 18.00 - 21.00 Uhr wird im Café Leye geprobt, diskutiert, dabei Deutsch gelernt und ganz nebenbei Goethes FAUST be – und erarbeitet. Die Projektfabrik lädt ein vorbeizukommen, teilzunehmen und Neu-Wittener mit denen man in Kontakt steht, mitzubringen. Die Ensemblearbeit ist eine wunderbare Aktion auch im Rahmen von Tandem-Aktivitäten oder Patenschaften. Hier lässt sich wirklich gemeinsam etwas gestalten, vor allem langfristig. Die Stadt ist dabei die Bühne.
Das „Quartiers – Ensemble“ ist Teil eines vom BAMF für drei Jahre unterstützten Integrationsprojektes. Termine in Sprockhövel und weitere Veranstaltungen folgen. Eine Übersicht findet sich im Flyer Quartierensemble Hinweise zu Kooperationen, Denkanstößen und Vernetzungen jeglicher Art sind ausdrücklich erwünscht.
Rückmeldungen an Karin Juraschka unter Tel. 02302 – 914550, juraschka(at)projektfabrik.org

Die Idee: „Die wichtigste Aufgabe der Kunst ist es, der Gesellschaft zu dienen. Künstler schaffen Verbindungen zwischen der Gesellschaft und der Zukunft.“ (Marina Abramovic) Was verbindet KUNST und INTEGRATION? Die künstlerische Arbeit stärkt die Persönlichkeit jedes Einzelnen, er erlebt sich als aktiver Gestalter des Prozesses und gewinnt dadurch Vertrauen in seine individuelle Lebensgestaltungskompetenz. Genau darum geht es auch beim Thema Integration: wir müssen Gestalter werden, nicht nur auf der Bühne, sondern im gesellschaftlichen Leben – Passivität lässt uns die schwierige Lage nicht meistern! Das gemeinsame Erarbeiten und Üben und die damit verbundene sprachliche und körperliche Auseinandersetzung mit dem anderen Menschen fördert den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen. Nirgendwo anders lernt man den anderen Menschen und seine Persönlichkeit besser kennen, als im gemeinsamen Tun. Durch die Aufführung des Erarbeiteten im öffentlichen Raum hat die Quartiers-Bühne auch einen gemeinnützigen Zweck, sie leistet einen Beitrag zum kulturellen Programm der Stadt. Gleichwohl werden die Stärken und Kräfte der Mitwirkenden für die Gemeinschaft sichtbar.

Erste Wittener Grundschule im Landesprogramm "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Die Hüllberggrundschule hat die Aufnahme in das Landesprogramm "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" beantragt. Am Mittwoch, dem 21.09.16, war es endlich soweit:
Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, die Schulsozialarbeiterin, alle Erzieherinnen, die Schulsekretärin, der Hausmeister sowie Ehrengäste versammelten sich in der Turnhalle, um einen kleinen, aber besonderen Festakt zu feiern. Als erste Grundschule Wittens erhielt die Hüllbergschule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Als Pate stellte sich der ehemalige Ruder-Weltmeister und Silbermedaillengewinner Volker Grabow zur Verfügung. In diesem feierlichen Rahmen wurde der Flüchtlingshilfe Help Kiosk eine Spende über 500 € überreicht. Mit diesem Geld werden Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen musste, unterstützt.

Die Schule setzt ein Zeichen gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus und für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander. "Die Aufnahme der Schule in das Landesprogramm ist absolut begrüßenswert und wird das Netzwerk der Partnerschaft für Demokratie Witten nachhaltig verstärken", freut sich Michael Lüning vom federführenden Amt für das Bundesprogramm "Demokratie leben!".

Hierzu auch ein Artikel auf der Homepage der Schule.

Stolpersteine und der Lokale Aktionsplan Witten

Foto: Barbara Zabka

In Witten sind am 04.04.14 die 18 ersten Stolpersteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, verlegt worden. Der Künstler Gunter Demnig hat die Gedenksteine an vier Orten der Innenstadt verlegt. Neben den Initiatorinnen des Lions Club Rebecca Hanf ging ein Troß von annähernd 100 Unterstützern, darunter auch Nachkommen der Opfer und eine israelische Schülergruppe mit dem Künstler von Standort zu Standort.
Im September 2013 hatte der Rat der Stadt der Verlegung der Stolpersteine zugestimmt.
Die erste Station war der Parkweg. Vertreter von Parteien, Kirchen, Verbänden, von Schulen, Gäste aus Israel aber auch viele interessierte Bürger drängten sich um Künstler Gunter Demnig, als er den Asphalt aufstemmte, um Platz für die ersten Steine zu schaffen.
Die Messingplatten erinnern an dieser Stelle an Rebecca Hanf, ihre Familie und ihre Haushälterin Gretchen Rosenthal. Im Parkweg hatten sie zuletzt gelebt, ehe sie deportiert und ermordet wurden. Um 14.35 Uhr, 15 Uhr und 15.35 Uhr folgen die anderen drei Standorte Ruhrstr., Oberstr. und Beethovenstr. 
An den neuen Stolpersteinen haben Zwölftklässler der Holzkamp-Gesamtschule und Siebtklässler des Albert-Martmöller-Gymnasiums die Biografien der NS-Opfer, die dort lebten, verlesen – auf deutsch und auf englisch.
"Diese besondere Aktion einer Erinnerungskultur passt sehr gut zu den Leitzielen und Themen des lokalen Aktionsplans Witten", freuen sich Susanne Klönne und Michael Lüning von den Koordinationsstellen des lokalen Aktionsplans. Dass die Initiatoren das Vorhaben realisieren und für die Umsetzung eine alternative Finanzierung ermöglicht haben zeigt, dass es nicht immer einer Förderung durch die Mittel aus dem Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" bedarf. "Insofern steht die Aktion auch für eine nachhaltige Umsetzung der Kernthemen des lokalen Aktionsplans, nämlich Initiativen für Toleranz und Demokratie in der Zivilgesellschaft zu stärken", so Michael Lüning vom Amt für Jugendhilfe und Schule der Stadt weiter.

Weitere Infos im Artikel der WAZ. Bei den Ruhrnachrichten und auf der städt. Internetseite www.witten.de gibt es dazu Fotostrecken.

Festival gegen Rassismus - „Keep Calm Start Tolerance“ - im Famous

“Keep Calm – Start Tolerance!” – Für Vielfalt und Demokratie – gegen Rassismus, so lautete das Motto des Musikfestivals, welches die Schülervertretung der Holzkamp-Gesamtschule in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum FAMOUS am Samstag, 22.03. 2014 auf die Beine gestellt hat. 
Durch das Festival wollten die Organisatoren vor allem ein Zeichen setzen gegen  Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung zum Thema wurde an diesem Abend im FAMOUS jede Menge Livemusik geboten.
Geladen waren die Bands:  
DEAFNUTS
(Cover Rock/Pop/Alternative aus Witten-Herdecke ),
ROOKY (Rock aus Hattingen),
MEMO-X & FRIENDS (HIP HOP aus Witten) und
DENNIS VIEBAHN (Singer Songwriter aus Witten) .
Eine Bühne mit vielen Acts! Eine Mischung, die jede Menge Vielfalt und Bewegung garantierte. Anschließend gab es Partymusik  mit DJ Nik.
Weitere Infos unter www.famous-annen.de und www.hge-witten.de. Finanziell unterstützt wurde diese Aktion aus Mitteln des Verfügungsfonds des Annener Bürgergremiums des Projektes „Soziale Stadt Annen - Annen gestalten“ und des Vereins für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen e.V. Anlässlich des Welttages gegen Rassismus fand bereits am Freitag, den 21.03.2014, in der Holzkamp-Gesamtschule ab 8.00 eine Informations-veranstaltung für die Schülerschaft der Oberstufen mit Experten zum Thema statt, u.a. mit Vertretern von „Show Racism the Red Card Deutschland“.

 

Holocaust-Gedenkstunde an der Gedenkstätte Westfeldstr.

Zum Holocaust-Gedenktag am Montag, 27. Januar 2014, waren zahlreiche Vereine, Verbände und Institutionen zur Gedenkstätte an der Westfeldstraße gekommen, um der Verfolgten, Ermordeten und Ausgegrenzten zu gedenken. Eine zehnte Klasse des Albert-Martmöller-Gymnasiums und Redner Malte Richter waren an der Gedenkstätte und haben die Veranstaltung begleitet.
Hans-Ulrich Kieselbach, erster stellvertretender Bürgermeister, betonte in seinem Grußwort vor der Kranzniederlegung die Bedeutung von Gedenktagen wie dem gestrigen: „Gedenkstunden wie diese sind ein Zeichen der Menschlichkeit.“
Malte Richter, 21 Jahre alt, schlug mit seinen Worten in dieselbe Kerbe. Doch las er den Besuchern der Gedenkstätte an dem ehemaligen Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald auch aus dem Tagebuch eines französischen KZ-Häftlings vor.
Eindringlich schildert er die Unmenschlichkeit, mit der die Inhaftierten – insgesamt hat es in Witten 24 000 von ihnen gegeben – behandelt wurden. Zum Kriegsende wurden sie von der SS aus Annen getrieben.
Ihm ist es wichtig, gerade junge Menschen zu erreichen: „Uns muss klar sein, dass jüngere Generationen nichts für die grausamen Taten damals können. Aber wir sind verantwortlich dafür, dass so etwas nie wieder geschehen kann.“
An diesem 27. Januar sind es die Hardenstein- sowie Holzkampschüler, die ihm zuhören. Und natürlich Vertreter der Stadt, des Freundeskreises der Israelfahrer, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und anderer Gruppen, die Kränze an der Gedenkstätte niederlegten.

Hier ein Link zum Presseartikel der WAZ