Projekte 2011  - Stadt Witten

Projekte 2011/ Übersicht

Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans (LAP) Witten wurden 2011 folgende Projekte durchgeführt.

  • Hinsehen! Einmischen! Cool sein!
    Coolnesstraining am Berufskolleg Witten
    AWO Unterbezirk EN
  • Interkulturelle Kompetenz in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit
    AWO Jugendmigrationsdienst
  • Mit Eltern auf Entdeckungstour
    Kontract - Unternehmen für Bildung e.V.
  • Interkulturelles Training für Jugendliche
    Verein für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen e.V.
  • Azubis weisen Wege - ein Projekt mit Schüler/-innen und Azubis
    WABEmbh
  • Bandbreite - Wittener Bands für Toleranz, gegen Rassismus,
    Sexismus und Ausländerfeindlichkeit
    WERK°STADT - Verein zur Förderung soziokultureller Freizeit- und Bildungsarbeit e.V.
  • Kurzfilm "Witten - Stadt der Vielfalt"
    Wittener Internationale Gesellschaft e.V. 
  • Gemeinsam stark für unsere Stadt - für ein vielfältiges und tolerantes Witten!
    Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Witten e.V.
  • Blickwechsel - Täter, Opfer, Retter
    Private Universität Witten/Herdecke
  • ABRAKADABRA - 3 Nations - 1 Community
    Ev. Jugend im Ev. Kirchenkreis Hattingen - Witten

Faltblatt Lokaler Aktionsplan (LAP) Witten (2011)




"I can be a Freak"

Plakat "I can be a Freak"

Alle sind glücklich und zufrieden im „Freaks-Haus“: sie malen, sie singen, sie lernen neue Qui Gong-Übungen, sie springen und trommeln, sie studieren Tänze ein und üben Theaterszenen … auch. Aber die Hauptsache ist natürlich, dass sie ihre Freunde treffen, miteinander schwätzen und jede Menge Blödsinn treiben – denn zu jeder Schnapsidee finden sich sofort andere, die begeistert mitmachen und den Unfug noch überbieten. Bis der Chef mit einer Hiobsbotschaft kommt: Ende des Unsinns! Nichts mehr mit Freaks! In zwei Wochen kommt eine strenge Kommission, die ernsthafte Arbeit sehen will: Volkslieder! Volkstänze! Klassisches Ballett! Seriöses Theater! Blasmusik! Und wenn die Kommission mit dem Vorgestellten nicht zufrieden ist, gibt es keine Zuschüsse mehr, und das Haus wird geschlossen!

Wenn Du keine Chance hast, dann nutze sie! Die Freaks machen sich mit dem Mut der Verzweiflung an die Arbeit. Kann das gut gehen?   

Allgemeines:

"I can be a Freak":
ist eine neue Showproduktion von dem Tanztheater Abrakadabra und wurde im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ gefördert.
Die Aufführung war eine Benefizveranstaltung.
Die Einnahmen wurden den Hinterbliebenen unseres Freundes Firat Yaman, der viel zu früh von uns gehen musste, gespendet.

03.02.2012 ; 19 Uhr
Saalbau Witten (Bergerstr. 25; 58452 Witten)
10 € Eintritt  

„Blickwechsel“: Fünf Schulen zeigen ihre Inszenierung rund ums Thema Täter – Opfer - Retter

Interessierte Jugendliche aller Schulformen haben sich mit großem Engagement und viel Kreativität mit dem Thema Täter – Opfer – Retter künstlerisch auseinandergesetzt.

Konkret beteiligt haben sich fünf Schulen – Albert-Martmöller-Gymnasium, Pestalozzischule, Freiligrathschule, Helene-Lohmann-Realschule und Hardenstein-Gesamtschule –, die das Thema jeweils in AG-Form oder im Unterricht erarbeitet haben.

Ziel der schulischen Aufarbeitung war die Stärkung des Demokratieverständnisses von Jugendlichen, insbesondere der Umgang mit Minderheiten und die Bereitschaft die Grundfreiheiten und Rechte aller Menschen anzuerkennen und zu verteidigen. Entsprechend gab es eine Förderung durch das Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN".

Ergebnis dieses Projektes der Universität Witten / Herdecke in Kooperation mit den Koordinationsstellen ‚Jugendkulturarbeit’ und ‚Jugendförderung und Schule’ des Amtes für Jugendhilfe und Schule der Stadt Witten war eine spannende Gesamtinszenierung, die am Montag, 19. Dezember 2011 im Wittener Saalbau aufgeführt wurde.

 

Bandbreite - Wittener Bands für Toleranz, gegen Rassismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit

Flyer Bandbreite

Bandbreite" hieß ein Konzert, das am 22.11.2011 in der WERK°STADT Witten, Mannesmannstraße 6 stattfand. Zwölf Jugendbands aus Witten und Umgebung setzten mit ihrem Auftritt ein Zeichen gegen Rassismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit. 

Das Konzert war der abschließende Höhepunkt des lokalen Aktionsplanes unter dem Motto „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN", der vom Bundesfamilienministerium im Jahr 2011 mit 100.000 Euro gefördert wurde.

Bandbreite Impressionen
Bandbreite Impressionen
 

Kurzfilm "Weltweit-Weltnah" im Rahmen des Projektes "Witten - Stadt der Vielfalt"

Die Menschen des Ruhrgebiets kommen aus allen Teilen der Welt. In dem Kurzfilm "Weltweit - Weltnah", der im Rahmen der Projektförderung des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" von der Wittener Internationalen Gesellschaft (WIG e.V.) am 05.10.11 bei einer Premierenfeier in der Jugendeinrichtung Treff° vorgestellt wurde, werden acht junge und alte Menschen mit Migrationshintergrund interviewt. Sie alle leben in Witten und berichten von Fremdheit und Heimatgefühl, Rassismus und Toleranz, wie schwierig es ist sich in eine Gesellschaft zu integrieren, die einen nicht mit offenen Armen empfängt und dass es dennoch gelingen kann. Der Filmemacherin Andrea Lötscher, die gleichzeitig für die Regie, Kamera und den Schnitt verantwortlich war, ist es in einfühlsamen Portraits gelungen einen Eindruck der unterschiedlichen Lebenserfahrungen und dem Umgang mit verschiedenen kulturellen Hintergründen darzustellen. Der Film steht bei Youtube als Download zur Verfügung und auch in der Mediathek

Eindrücke von der Filmpremiere

"Cafe International"

Start Cafe International

Die erste Aktion des DRK im Rahmen der Förderung und Umsetzung des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" ist das "Cafe International" in der Annenstr. Das "Café International", welches zum ersten mal am 04.September 2011 im Rahmen des Tag des Ehrenamtes auf dem Wittener Rathausplatz stattgefunden hatte, wurde inzwischen zum festen, wiederkehrenden Termin. Am 21.09. 2011 trafen sich die "Gründungsmitglieder" der ersten gemeinsamen Aktion im Rahmen des DRK-Projektes „Gemeinsam stark für unsere Stadt – für ein vielfältiges und tolerantes Witten" gefördert im lokalen Aktionsplan der Stadt Witten. Dabei wurde der Grundstein gelegt für eine Veranstaltung, die nun regelmäßig in den Räumen des Roten Kreuzes stattfindet. Es gilt nun unter der Leitung von Sozialarbeiterin Maren Windemuth, gemeinsame Aktionen und Angebote zu entwickeln, die eine interkulturelle Öffnung in den unterschiedlichen Lebensbereichen unterstützen.

Am 21.09.11 war Michael Lüning als lokaler Koordinator des lokalen Aktionsplans zu Gast bei der Auftaktsitzung des "Cafe International" beim DRK an der Annenstr. (siehe Bild). Einige interessierte Menschen mit Zuwanderungsgeschichte diskutierten unter der Leitung von Maren Windemuth Möglichkeiten gemeinsame Aktionen und Projekte für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu entwickeln. Dabei war viel Herzblut und Engagement spürbar. Erste Ideen wurden diskutiert und ein Fahrplan für die weitere Arbeit beschlossen. Die angenehme Atmosphäre in der Cafateria des DRK und der herzliche Umgang miteinander, wird sicher noch weitere Bürgerinnen und Bürger motivieren mitzuwirken.

Kontrakt - Gemeinsames Kochen mit Eltern und Kindern aus unterschiedlichen Nationen

Ein gemeinsames Kochen  mit Eltern und Kindern aus unterschiedlichen Nationen war am 27.05.11 der Einstieg zur Elternarbeit im Projekt „Kontrakt – Unternehmen für Bildung“. So vielfältig wie die Speisen waren auch die Köchinnen und Köche. Ihre Herkunft ist unterschiedlich: Syrien, Türkei, Russland, Thailand, Kongo, Deutschland und Griechenland.
„Das Kochen ist Mittel zum Zweck“, teilt die Leiterin der Stabsstelle Integration Claudia Formann mit.  „Wir möchten und müssen die Eltern kennen lernen und mit ihnen gemeinsam handeln.“   

Das Projekt Kontrakt wird von der Ev. Fachhochschule Bochum evaluiert. Es wird immer deutlicher, dass es ohne Mitwirkung der Eltern nicht geht. Die Chancen der Jugendlichen sich beruflich zu etablieren steigern sich erheblich, wenn die Eltern hinter ihren Kindern stehen, sie unterstützen und nach ihren Möglichkeiten fördern. Darum möchte der Projektträger mit den Eltern gemeinsam an dem Konzept arbeiten. Der Projektträger ist ferner auf die Erfahrungswerte und Kompetenzen der Eltern angewiesen um erfolgreich arbeiten zu können. Es ist erfreulich, dass diese Eltern Interesse zeigen. Diesmal werden auch nur Kinder im Projekt aufgenommen, wenn die Eltern zur Mitwirkung bereit sind.

Auf der anderen Seite kann das Projekt nur funktionieren, wenn sich weiterhin sozial engagierte Unternehmen bereit erklären für ein Kind aus Witten eine Bildungspatenschaft zu übernehmen. Bisher werden 58 Kinder gefördert - dafür danken die Projektverantwortlichen auch ganz besonders den Paten und Patinnen. Die Kinder aus dem ersten Durchgang, der 2008 gestartet ist, beendeten in diesem Sommer ihre Teilnahme. Für einige war es sehr erfolgreich, denn sie konnten eine Ausbildung (bei ihren Paten) beginnen. Andere gehen weiter zu Schule.

Das Projekt „Kontrakt – Unternehmen für Bildung“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ durchgeführt und gefördert.