Projekte 2017  - Stadt Witten

Partnerschaft für Demokratie Witten geht in das dritte Förderjahr - Förderung für 14 Projekte in 2017 beschlossen

Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend hat für das 3. Förderjahr der Wittener Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und und Menschenfeindlichkeit" Fördermittel in Höhe von 100.000 € bewilligt. Davon wurden in der Sitzung des Begleitausschusses am 21.03.17 40.000 € aus einem Aktiv- und Sozialfond für die Förderung von 14 Einzelprojekten für Vereine, Verbände und Institutionen vergeben. Dieser Fördertopf wurde vom Fördergeber für 2017 um 20.000 € aufgestockt. Für das Jugendforum stehen wieder 5000,- € zur Verfügung. Insgesamt wurde die Rekordzahl von 24 Projektanträgen aus dem Themenfeld Demokratie- und Toleranzförderung bei der Koordinierungs- und Fachstelle der VHS eingereicht.

Auch in diesem Förderjahr ist die Umsetzung der Willkommenskultur und Unterstützung von Flüchtlingen und deren Familien das Leitthema für die Umsetzung der Projekte. Hauptzielgruppe für die Einzelprojekte sind nach wie vor Kinder und Jugendliche.

"Bei den bewilligten Projekten sind wieder sehr kreative und innovative Angebote und Maßnahmen dabei", freut sich Michael Lüning, Jugendhilfeplaner im federführenden Amt für Jugendhilfe und Schule der Stadt Witten, über die rege Beteiligung der Vereine, Verbände und Initiativen. "Dass sich ein großer Teil der Projekte der Integration von Geflüchteten und Begegnung widmet, zeigt, dass die Konzentration auf dieses Thema auch in 2017 weiterhin die richtige Schwerpunktsetzung ist“, so Lüning weiter. „Der Begleitausschuss, als zentraler Teil der Partnerschaft für Demokratie, hat sich in einer intensiven Diskussion und Auswertung darum bemüht, möglichst viele Projekte finanziell zu unterstützen“, lobt Lüning das Engagement der Ausschussmitglieder. "Um das große Interesse der Organisationen zu würdigen und alle Projekte angemessen fördern zu können, hätten deutlich über 40.000 € zur Verfügung stehen müssen", bedauert Lüning, dass einige Antragssteller keinen Zuschlag erhalten haben.

Hier eine Übersicht der in 2017 geförderten Projekte:

- Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Witten
Fachkonferenz zum Erwerb interkultureller Kompetenzen zum Thema "Kultur und Migration"

- SoKo e. V.
Vortragsreihe „Verantwortung übernehmen! Jugendkultur, Risikokompetenz und Demokratie“

- Familienzentrum Waldorfkindergarten e.V.
Interkulturelles Familiencafé

- Schulverein Hüllbergschule
Projektwoche "Beweg dich!"

- Förderverein der Hellwegschule e.V.
Rucksack-Schule

- Theaterspiel e.V.
„Auf die Bühne - Freiheit leben!“ - Theaterworkshops für Neuangekommene und aus Witten stammende Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene

- Lernimpuls Witten e.V.
Vorträge zur Pluralität und Demokratie im Islam und religiös begründetem Extremismus bei Jugendlichen (für Multiplikatoren)

- Schulverein Vormholz e.V.
Trommelzauber-Aktionstag

- Internationales Kultur- und Begegnungszentrum IKBZ e.V.
Fest der Erde

- Kreissportbund Ennepe-Ruhr e. V.
Übungsleiterqualifizierung für Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund

- Help-Kiosk e. V.
Witten-ist-bunt-Festival

- Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz (WIIK) e.V.
Integrations-, Sport- und Kulturtag in Witten

- Leseclub Ruhr e.V.
Theaterstück „Wir leben hier in Witten zusammen und kennen uns gar nicht richtig!“

- FSV Witten 07/32
Integrationsturnier - Fußball - mit Jugendmannschaften

Infos zur Projektförderung 2017 auch in dem WAZ-Artikel Förderung von 14 Projekten bewilligt vom 31.03.17

Botschafter-Song jetzt auf CD

Seit Anfang des Jahres gibt es auch einen Botschafter-Song der Partnerschaft für Demokratie: Der Titel „Red Blood“ dient als Musikprojekt mit einer ersten CD-Auflage von 500 Stück dazu, dass die Partnerschaft für Demokratie in der Öffentlichkeit sichtbar und hörbar wird. Natürlich ohne kommerzielle Ziele. Gespielt vom Duo „denkpause“ erklingt „Red Blood“, das Stück von Toscho Todorovic, Bandleader der Osnabrücker Blues Company, in neuem musikalischen Gewand. „Red Blood“ entstand in den 1980er Jahren unter dem Eindruck der katastrophalen Situation in den kosovarischen Flüchtlingslagern.

Die CD ist in der VHS und im Rathaus beim Jugendamt (Michael Lüning) auf Nachfrage erhältlich. Sie wird u. a. auch bei den zwei Mal jährlich stattfindenden Demokratiekonferenzen und anderen Infoveranstaltungen der Partnerschaft für Demokratie in Witten verteilt und steht hier zum Download zur Verfügung.

2. Wittener Integrations-, Sport- und Kulturtag am 30.09.17

„Witten ist bunt“ steht auf Ansteckern, die man 2016 an etlichen Jacken oder Taschen von  Wittener/innen sehen konnte. „Witten ist immer noch bunt!“ zeigte sich jetzt bei der zweiten Auflage des Wittener Integrations-, Sport- und Kulturtags, dessen Premiere im vergangenen Jahr ein bunter, sportlicher, köstlicher Erfolg war! Nur beim Wetter ist noch etwas Luft nach oben… Dazu hoffen der Veranstalter und alle Mitwirkenden auf einen schönen Spätsommertag. Leider ist diese Hoffnung enttäuscht worden, da es komplett durch geregnet hat!

Der Verein Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz (WIIK) e.V. veranstaltete in Witten im Rahmen des Projekts samo.fa mit Unterstützung der Stabstelle für Integration, Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften der Stadt Witten, des Kreissportbund Ennepe-Ruhr und des Stadtsportverband Witten, sowie mit einer finanziellen Förderung aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" am 30. September 2017 den zweiten Integrations-, Sport- und Kulturtag mit dem Motto "Vielfalt für ein besseres Leben".

Für viele Geflüchtete, die Ihre Existenz und Ihre Familie verloren haben und unter schwierigsten Umständen geflohen sind, um in Deutschland eine neue Heimat zu finden, ist selbst nach einigen Jahren und einer etwaigen Anerkennung ihres Asylantrags Einsamkeit und die Herausforderung der alltäglichen Integration an der Tagesordnung. Mit dieser Veranstaltung sollte ein wenig Licht in ihren Alltag gebracht werden.

Ziele der Veranstaltung waren:

  • Willkommenskultur im Ennepe-Ruhr-Kreis zu stärken und weiter auszubauen,
  • Beitrag zur Vertiefung des Miteinanders von Geflüchteten und Einwohnern,
  • Flüchtlingen ermöglichen, am sozialen Leben aktiv teilzuhaben,
  • Förderung persönlicher Begegnungen zwischen Deutschen, Ehrenamtlern, und Menschen mit   
    Migrationshintergrund, insbesondere im kulturellen Bereich.

Zum Abschluss der Interkulturellen Woche empfing der Integrations-, Sport- und Kulturtag von 12.30 bis 18 Uhr in der Fritz-Husemann-Sporthalle u. Sportplatz (Ardeystr. 98, 58452 Witten) Geflüchtete, Deutsche und migrantische Communities im Ennepe Ruhr Kreis für einen integrativen, sportlichen, soziokulturellen Austausch rund um folgende Bausteine:

- Sport für Jedermann (u.a. Fußballturnier, und sportliche Aktivitäten, Angebote von Sportvereinen in Form von Mitmachaktionen)

- Das Open Air Festival mit einem vielfältigen Bühnenprogramm als exzellente Plattform für die Intensivierung des interkulturellen Austauschs

- Kinderprogramm

- Gastronomiestände (multikulturelles Angebot) & Info und Verkaufsstände 

Die Partnerschaft für Demokratie Witten war gemeinsam mit der Stabsstelle Integration mit einem Infostand vertreten. Zudem wollte das Duo Denkpause im Rahmen des Bühnenprogramms den Botschafter-Song "Red Blood" präsentieren. Das Bühnenprogramm hat wegen des Dauerregens aber nur sehr eingeschränkt stattgefunden, so dass neben dem Duo Denkpause auch andere Künstler nicht aufgetreten sind. Einige Eindrücke mit Regenbildern folgen in Kürze.

Pädagogischer Fachtag zum Thema ‚Rechtspopulismus und Rassismus‘ am 14.09.2017

Um zu einer aktiven Auseinandersetzung einzuladen und sich für den Zusammenhalt sowie sozialen Frieden in einer toleranten und offenen Gesellschaft stark zu machen, fand am 14.09.2017 eine pädagogische Fachtagung zum Thema „Rechtspopulismus und Rassismus – Befindet sich die Gesellschaft im Krisenmodus?“ statt. Die Initiatoren Sebastian Schopp, Leiter der Integrationsagentur des DRK Witten und Katharina Arnoldi, Bildungsreferentin der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr luden zum Austausch rund 90 Kolleginnen und Kollegen, Fachpersonal und Referenten in das Martin-Luther-Zentrum in Witten ein.

Die Tagung fand in Kooperation mit der Stadt Witten, dem Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten, amnesty international, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg, dem Netzwerk für Terrorismusforschung und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg statt. Förderung erhielt die Fachtagung durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ um extremistischen Tendenzen professionell und entkräftend zu begegnen.

Die Tagung, welche vom stellvertretenden Bürgermeister Lars König eröffnet wurde, ging der Frage nach, was genau eigentlich Rechtspopulismus heißt, wie sich seine Ursachen, sein Aufstieg und seine Verbreitung erklären lassen und vor allem welcher Gefahr unsere Demokratie diesbezüglich ausgesetzt ist.

Ziel der Tagung war es, die aktuellen Entwicklungen und ihren Ursprung zu betrachten und unter diesen Voraussetzungen eigene als auch nachhaltige und zukunftsfähige  Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Um sich intensiv mit der Problematik auseinanderzusetzen wurde die Tagung inhaltlich sowie fachlich von folgenden Referenten begleitet und in drei Abschnitte aufgeteilt:

1.      Inputvorträge

- Wolfang Grenz, amnesty international, UNO-Flüchtlingshilfe: „Wendepunkte in der Flüchtlingspolitik und
  ihre Auswirkungen“

- Dr. Marcel Lewandowsky, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: „Rechtspopulismus in Deutschland –
  Faktencheck“

- Dr. Stephan Humer, Netzwerk Terrorismusforschung e.V., Forschungs- und Arbeitsbereich
  Internetsoziologie Hochschule Fresenius Berlin: „Digitale Identitäten, Chancen und Risiken“

- Künstlerduo Karin Kettling und Jürgen Albrecht: Kulturact „Zivilcourage“

2.      Workshops

- Armin Langer, Salaam-Schalom-Initiative : „Wege zum Miteinander“

- Dieter Frohloff, MBR Arnsberg: „Methoden und Impulse für die Bildungsarbeit“

- Leroy Böthel, MBR Arnsberg: „Umgang mit rassistischen Parolen und rechtspopulistischen
  Herausforderungen“

- Georgina Manfredi, e.V. häusliche Gewalt: „Wer ist betroffen von Rassismus“

3.      abschließende Diskussionsrunde

In der abschließenden Diskussionsrunde wurde vor allem auf die Wichtigkeit des gemeinsamen Austauschs aufmerksam gemacht. Als Ziel gilt es den gegenseitigen Dialog zu fördern, und somit Vorurteile aus dem Weg zu räumen und inhaltlose Parolen sachlich zu entkräften. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Entstehung von extremistischen Tendenzen entgegengewirkt werden muss. Auch die Wichtigkeit der Netzwerkarbeit wurde hervorgehoben.

Für weitere Infos zum Fachtag steht hier der Veranstaltungs- Flyer zum Download zur Verfügung.

Hier noch weitere Eindrücke des Fachtages...

Projekt "Trommelzauber" der Vormholzer Grundschule

Eine Reise nach Tamborena oder Vormholz trommelt

Mit einem Mitmach-Konzert der ganz besonderen Art begeisterten die Schüler der Vormholzer Grundschule kurz vor Beginn der Sommerferien ihre Eltern und Lehrer. Unvergesslich bleiben wird den Kindern, Eltern und Lehrkräften der Vormholzer Grundschule, wenn 200 afrikanische Handtrommeln gleichzeitig geschlagen werden - dann klingt das schon beeindruckend.

Das "Trommelzauber" - Team aus Münster, mit DJ Dr. Ded und Fofo brachten für jedes Kind eine handgefertigte Djembe Trommel aus Afrika mit. Am Vormittag lernten die Kinder in zwei Gruppen jeweils eine Stunde lang in der Turnhalle unterschiedliche Trommelrhythmen, Tänze und afrikanische Lieder wie z.B. das Mutmachlied "Sizamile" oder "Wir sind Kinder einer Welt". Erstaunlich schnell wurde aus dem anfänglichen Ausprobieren unter der Anleitung von Fofo ein gemeinsames rhythmisches Trommeln.

Am Nachmittag fand das große Mitmach-Konzert für Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwister statt. Dabei nahm das Trommelzauberteam alle mit auf eine Fantasiereise nach Afrika. Flug, Landung und das Aufeinandertreffen mit wilden Tieren wurde musikalisch nachempfunden. Während die Kinder zeigen konnten, was sie am Vormittag gelernt hatten, wurden die Eltern animiert, ihren Kinder zu zeigen, wie gut sie afrikanisch tanzen können und das machten die betroffenen Eltern mit Begeisterung und einem Gefühl für afrikanische Rhythmen. 

Somit war eine Stunde lang die afrikanische Lebensfreude hautnah und aktiv in ganz Vormholz zu spüren. Alle waren begeistert und schnell stand fest: Das müssen wir wiederholen!

Möglich geworden ist dieser wunderbare Nachmittag durch die finanzielle Förderung und Unterstützung der „ Partnerschaft für Demokratie - Demokratie leben in Witten!“.

Ein Video mit Ausschnitten aus der großen Abschlussfeier findet man unter "Trommelzauber"

Witten ist bunt - Festival am 01.07.17 im Wiesenviertel

Das Bündnis Witten ist bunt hat gemeinsam mit dem Kooperationspartner Help Kiosk am 01.07.17 das "Witten ist bunt - Festival" veranstaltet. An verschiedenen Stellen im Wiesenviertel gab es Bühnen, Info- und Aktionsstände. Die Wittener Partnerschaft für Demokratie war ebenfalls mit einem Infostand vertreten.

Witten ist bunt - durch das Festival sollte genau das gezeigt werden. Die Menschen in Witten setzten am 01. Juli ein großen Zeichen für Zusammenhalt und gegen Rassismus. Das Bündnis und der aus den Bundesmitteln "Demokratie leben!" geförderte Help Kiosk feierten die Vielfalt der Stadt mit ihren etwa 113 in ihr lebenden Nationen und verschiedensten Menschen. Jeder, der zum Festival kam, wurde Teil dieser positiven Idee.
Viele Wittener haben trotz Dauerregen miteinander einen ganzen Tag lang gefeiert, gelacht und getanzt. Für Speis, Trank und gute Live-Musik war bestens gesorgt!

Weitere Infos in dem WAZ-Artikel vom 03.07.17, sowie eine Bilderreihe.

Theateraufführung 'Almanya ich liebe dich' am 01.07.17

Der Leseclub Ruhr e.V. hatte am 01.07.17 in die Wittener Werkstadt zu dem geförderten Theaterstück "Almanya ich liebe dich" eingeladen.
Ziel des Projektträgers ist es, die Integration und das Demokratieverständnis der Migranten zu fördern und das Zusammenkommen deutscher und anderer Nationalitäten zu unterstützen.
Dafür hatte der Verein über das Bundesprogramm 'Demokratie Leben' die Förderung der Theateraufführung "Almanya ich liebe dich" beantragt und einen Zuschlag erhalten.

Da es dem Leseclub wichtig ist auch Wittener Kinder und Jugendliche zu erreichen, war der Eintritt für Schüler und Studenten frei.

Das Theaterstück „Almanya ich liebe dich" - durchgeführt vom Theater "Halber Apfel" – ist eine deutsche Komödie, die von Eingewanderten und der darauffolgenden Generation mit Migrationshintergrund in Deutschland auf unterhaltsame und gleichzeitig nachdenkliche Weise erzählt.

Der Leseclub Ruhr e.V., gegründet im Jahre 2008, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen und erwachsenen Familien. Dies wird in Form von Seminaren und diversen Freizeitangeboten durchgeführt. Hierzu zählen Vorlesungen und Gesprächskreise zu Kultur, Erziehungs- und Lebensfragen.

Zudem werden Freizeitangebote für Jugendliche und Erwachsene im Bereich

           der musischen Bildung,
           Kreativkurse (z.B. Ebru - Malerei),
           Kochkurse (z.B. orientalische Küche)
           Nähkurse
           Theater usw.

angeboten.

4. Internationales Folkloregesangs- und Tanzfestival "Fest der Erde" am 18.06.17 in Witten

Das Fest der Erde ist ein Kulturprojekt in Form eines Musik- und Tanzfestivals mit Musik vieler Regionen unserer Erde. Veranstalter des durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" geförderten Festes ist das Internationales Kultur- & Begegnungszentrum e.V. IKBZ. Das Besondere in 2017 war die verstärkte Einbeziehung von Geflüchteten.

Das Fest der Erde fand am 18.06.17, in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr, auf dem Parkplatz des Möbelhauses Ostermann an der Fredi-Ostermann-Str. statt.

Neben den Aufführungen und kulinarischen Angeboten waren verschiedene Vereine und Schulen aus Witten mit einem Informations- und Trödelstand vertreten.

Hier ein Bericht des Projektträgers:
Das " Fest der Erde", ein Folklorefestival, wurde mit 1000 Euro aus Projektgeldern des Bundesprogrammes ,, Demokratie leben" gefördert. Das Folklorefestival wurde von dem Verein IKBZ organisiert. Es fand am 18.06.2017 auf dem Parkplatz des Einrichtungshauses Ostermann in Witten-Annen statt. Es ging von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Es traten auf einer großen Bühne verschiedene Tanz und Musikgruppen aus aller Welt auf. Es wurde folgendes Programm präsentiert: Eine brasilianische Trommelgruppe, russische Folklore, eine bosnische und eine griechische Kindertanzgruppe, ein iranisches und ein türkisches Musikensemble, ein Shanty –Chor aus Witten, ein georgischer Männerchor, Flamenco Tanz und die Musikgruppe „Denkpause", die den Botschafter-Song der Partnerschaft für Demokratie Witten präsentierten. Ein besonderer Schwerpunkt bei dem Bühnenprogramm war der Beitrag von geflüchteten Musikern. Es traten zwei verschiedene Musikgruppen aus Syrien auf. Diese Beiträge fanden besonders bei den geflüchteten Zuhörern großen Anklang. Das Wetter hat an diesem Tag auch mitgespielt. Es war durchgängig schönes Wetter, und dadurch auch eine fröhliche, ausgelassene Stimmung. Ein fröhliches Miteinander der Kulturen, ein Ziel dieser Veranstaltung, war gegeben.

 

Integrationsturnier - Alle für Einen, Einer für Alle - Cup der Fußballfreunde des FSV Witten

Das war ein Spaß für Zuschauer und Beteiligte: Prominente wie der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack (SPD) und Lars König, Vorsitzender des Sportausschusses des Stadtrats (CDU), traten im Fußballtrikot an, um den Ball gegen die Jugendtrainer des FSV zu kicken. Dabei war auch der Integrationsbeauftragte des Kreissportbundes Jonas Maier. Angepfiffen wurde das Spiel von Tanja Lücking, Geschäftsführerin des StadtSportVerbandes Witten. Kapschacks Team verlor mit 2:5.
Das machte aber nichts, denn die Prominenten erlebten die Uraufführung des Rap-Songs „Freundschaft“, den Ghandi Chahine – Leader der Wittener Rapformation ‚Sons of Gastarbeita‘ - komponiert hat.
Daran hatte er junge Fußballer des FSV beteiligt, die den Song auch vortrugen. Die Zuschauer klatschten im Rhythmus des Rap.
Bei den drei Integrationshallen-Turnieren am 08. und 09.04.17 unter dem Motto „Alle für Einen, Einer für Alle“ in der Fritz-Husemann-Halle dominierten die Dortmunder Gäste. Bei den F-Junioren setzte sich der TuS Eving hochverdient mit 4:0 im Endspiel gegen den FC-Herdecke-Ende durch. Das E-Junioren-Turnier im Modus „Jeder gegen jeden“ war dann fest in Dortmunder Hand, da sowohl der Hombrucher SV als auch der spätere Turniersieger, der TuS Eving bis zum direkten Duell alle ihre vier Spiele gewonnen hatten. Im letzten Turnierspiel blieb es dann bis zum Schluss spannend. Letztendlich siegte der TuS Eving mit 2:1. Am Sonntag duellierten sich dann 10 U12-Mannschaften um den letzten zu vergebenen Titel. Hier siegte der Topfavorit Hombrucher SV ungefährdet mit 4:0 im Endspiel erneut gegen den Stadtrivalen TuS Eving und gewann dabei alle 6 Turnierspiele deutlich.

Weitere Infos auf der Homepage des FSV Witten und im WAZ-Artikel vom 11.04.17.

Projektwoche "Beweg dich!” an der Hüllbergschule (3.-7. April 2017)

Seit mehr als 10 Jahren ist die Bedeutung von Bewegung und Sport ein stetig wachsender Aspekt der pädagogischen Arbeit an der Hüllbergschule. Seitdem werden daher sowohl personelle als auch finanzielle Entscheidungen durch diesen Schwerpunkt geprägt. Zu dem ursprünglichen Gedanken, Sport und Bewegung als bedeutenden Aspekt im Rahmen der Gewaltprävention zu sehen, gewann bedingt durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre auch die Integration von Mitschülern vielfältiger Kulturen mit und ohne Sprachkenntnisse zunehmend an Bedeutung. Sowohl im Hinblick auf die Integration als auch zur Entwicklung wesentlicher sozialer Kompetenzen bietet der Sport eine außergewöhnliche Chance.  

Im Anschluss an die Projektwoche „Hüllberg meets Hiphop“ im Jahr 2016 wurde daher von Schülerrat, Schulverein, OGS und Lehrerschaft gemeinsam entschieden, dass im Jahr 2017 wieder der Sport im Mittelpunkt stehen sollte. So entstand die Idee zur diesjährigen Projektwoche mit dem Thema "Beweg dich!"

schülerbezogene Ziele:

- Wahrnehmung von Sport und Bewegung als ein gemeinschaftliches, motivierendes Erlebnis, unabhängig von Sprache und Herkunft

- intensive Auseinandersetzung mit einer selbst gewählten, ggf. sogar unbekannten Sportart

- Auseinandersetzung mit den Themen Sport und Bewegung, Entspannung sowie Ernährung als Bausteine einer ganzheitlichen Gesundheitserziehung 

- Stärkung des Selbstwertes durch die Mitbestimmung bei der Auswahl und Teilnahme an einem Projekt, das den eigenen Interessen entspricht, sowie durch den Ausbau der eigenen Fähigkeiten

- Erweitern der motorischen und insbesondere auch der sozialen Kompetenzen je nach gewählter Sportart

- Stärkung des Verantwortungsgefühls und der Mitbestimmung durch die Verbreitung der Schulshofspiele auch über die Projektwoche hinaus

- Stärkung des Selbstwertes durch die Teilnahme an der Abschlusspräsentation vor der Schulgemeinde im Rahmen der eigenen Möglichkeiten

- Stärkung des Wir-Gefühls der wachsenden Schulgemeinschaft durch die gemischten Projektgruppen, die gemeinsamen Mahlzeiten und die große gemeinsame Abschlussfeier

- Kennenlernen und Vertiefen der sozialräumlichen Angebote im Stadtteil Annen und darüber hinaus

- Durchbrechen gesellschaftlicher Rollenbilder durch die geschlechtsneutrale Aufbereitung der Projektthemen und die gezielte Auswahl weiblicher und männlicher Projektleiter.

Weitere Ziele:

- die Kooperationspartner erhalten die Möglichkeit, ihre Sportart bzw. ihren Verein im Rahmen der Projektwoche und der Abschlussfeier zu präsentieren, um gegebenenfalls Talente zu sichten bzw. Mitglieder zu werben

Die Projekte:

Folgende Sportarten waren Bestandteil der Projektwoche: Tanzen, Breakdance, Hiphop, Tennis, Waveboard, Klettern, Rudern, Mountain Bike, Judo

Weiterhin wurde ein Projekt zum Thema "Schulhofspiele" angeboten, in dem die Schüler vielfältige Materialien und Spielformen kennenlernten, die sie im Anschluss an die Projektwoche bei ihren Mitschülern einführen und anfangs betreuen sollten, um auch auf dem Schulhof die Integration möglichst aller Schüler in gemeinschaftliches Spiel zu gewährleisten.

Ein weiteres Projekt, was in besonderem Maße für die Kinder mit Migrationshintergrund bedeutsam war, nannte sich "Wasserspaß". Hierbei sollten die Schüler mit Hilfe motivierender Materialien und Spielformen die Angst vor dem Wasser verlieren und möglichst erste Fortschritte im Hinblick auf die Wassergewöhnung machen.

Um das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu stärken, wurde die Projektwoche an zwei Vormittagen durch die mobile Küche der Ruhrtalengel bereichert. Dabei bereiteten jeweils zwei E-Klassen (Erst- und Zweitklässler) ein gesundes Mittagessen für alle Kinder der Hüllbergschule vor. 

Da es sich nicht für alle Sportarten anbot, die Ergebnisse der Woche zum Abschluss in der Sporthalle zu präsentieren (z.B. Klettern, Rudern, Schwimmen…), wurde in diesem Jahr, insbesondere in diesen Projekten gefilmt. Bei der großen Abschlussveranstaltung in der Sporthalle konnten neben den Aufführungen einzelner Projektgruppen auch die kurzen Trailer einen Einblick in die Inhalte der Woche wiedergeben, damit die Leistungen aller Schüler an diesem Tag vor der gesamten Schulgemeinschaft gewürdigt wurden. Der große Beifall der Zuschauer machte diese Veranstaltung für alle Beteiligten mal wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Wir danken der Partnerschaft für Demokratie Witten für die Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, allen Projektleitern und den Ruhrtalengeln für die Unterstützung bei dieser ereignisreichen Woche!

Einen Download der Dokumentation mit Ausschnitten aus den Teilprojekten und der großen Abschlussfeier findet man unter "Projekt Beweg dich"