NRWeltoffen - Landesprogramm gegen Rechtsextremismus und Rassismus  - Stadt Witten

1. Workshop NRWeltoffen für Witten, Wetter und Herdecke

Am 25. April 2017 fand in Schwelm die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Landesprogramms NRWeltoffen im Ennepe-Ruhr-Kreis statt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis plant, in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit den drei Volkshochschulen des Kreises ein Handlungskonzept gegen Rechtextremismus und Rassismus zu erstellen.

Die Volkshochschulen im EN Kreis hatten am Mittwoch, 31. Mai 2017, nun die kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger aus Witten, Wetter und Herdecke zu einem Austausch in den Stadtsaal in Wetter eingeladen, um im Rahmen eines Workshops ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Umsetzung dieses Projekts einzubringen.

Ziele des Workshops waren:

- die Analyse der Ausgangssituation bezüglich rechtsextremer oder rassistisch motivierter Aktivitäten

- die Ermittlung von Handlungsbedarfen

- die Vorbereitung zur Gründung eines Begleitausschusses.

Die VHS Witten/Wetter/Herdecke und die Stadt Witten werden regelmäßig über die weitere Entwicklung der Umsetzung des Landesprogramms und die Verzahnung mit "Demokratie leben!" berichten.

Weitere Infos zum Handlungskonzept des Landes unter NRWeltoffen

Ansprechpartnerin:
Susanne Klönne

vhs Witten | Wetter | Herdecke
Holzkampstr. 7
58453 Witten

Telefon: 0 23 02 5 81 86-80
Mobil 0162 28 55 917
E-Mail: susanne.kloenne(at)vhs-wwh.de

Integriertes Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus NRW

„Nordrhein-Westfalen handelt geschlossen für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander – gegen Rechtsextremismus und Rassismus."

Leitziel des integrierten Handlungskonzepts

Für die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ist ein demokratisches und von Vielfalt geprägtes Miteinander ein wesentliches politisches Ziel und die Voraussetzung für eine gute gesellschaftliche Entwicklung. Diskriminierung, Rassismus, Intoleranz, Menschen- und Demokratiefeindlichkeit sind – in welchen Erscheinungsformen auch immer – nicht akzeptabel. Es bedarf eines entschiedenen Handelns gegen derartige Tendenzen.
Noch unter dem Eindruck der Aufdeckung der NSU-Morde haben die beiden regierungstragenden Parteien 2012 in ihrem Koalitionsvertrag die Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus beschlossen. Ziel war es, bereits bestehende Maßnahmen zur Prävention von Rechtsextremismus und Rassismus mit einer nachhaltigen Strategie besser aufeinander abzustimmen und insbesondere die präventive Arbeit zu stärken.
Angesichts der Zunahme von rechtsextremer Propaganda und Straftaten, besonders im Zusammenhang mit der Unterbringung von Geflüchteten, ist und bleibt die Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus eine Daueraufgabe.

Für das integrierte Handlungskonzept wurden im Erarbeitungsprozess 13 Handlungsfelder identifiziert, in denen die kritische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus in Nordrhein-Westfalen insbesondere erfolgen soll. Damit wird unterstrichen, dass die Prävention gegen Rechtsextremismus und Rassismus die gesamte Bandbreite gesellschaftlicher Bereiche betrifft.

Im Einzelnen sind diese Handlungsfelder:

Arbeit und Wirtschaft

Justiz

Kinder- und Jugendhilfe

Medien und Kultur

Politische Bildung/Erwachsenenbildung

Polizei

Schule

Sport

Verfassungsschutz

Wissenschaft, Forschung, Hochschule

Beratungsinfrastruktur gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Emanzipation

Integration

Das integrierte Handlungskonzept untergliedert sich in drei Zielebenen: Von der programmatischen Ausrichtung (Leitziel), über die strategischen Ziele, die politisch richtungsweisend sind, bis hin zu den Handlungszielen, an denen sich das mittelfristige Handeln der Landesregierung orientiert.
Den Handlungszielen sind konkrete Maßnahmen zugeordnet.

Das integrierte Handlungskonzept wird von Mitte 2016 bis Mitte 2019 umgesetzt. Die verbindliche Zusammenarbeit der einzelnen Ministerien bleibt bestehen. Es wird regelmäßig überprüft, ob die im Handlungskonzept enthaltenen Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu legt die Landesregierung einmal jährlich einen Bericht vor. Im Landesnetzwerk gegen Rechtsextremismus findet regelmäßig ein Austausch über den Umsetzungsstand statt. Einmal jährlich wird eine Tagung zum integrierten Handlungskonzept durchgeführt.
Im Anschluss an die Umsetzungsphase wird der Stand der Umsetzung bilanziert. Darauf basierend soll das integrierte Handlungskonzept fortgeschrieben bzw. weiterentwickelt werden.

Der EN Kreis hat sich am Interessebekundungsverfahren beteiligt und die Federführung an den VHS-Zweckverband Witten, Wetter, Herdecke, den VHS Zweckverband Ennepe-Ruhr-Süd mit den Städten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm, Sprockhövel und die VHS Hattingen übertragen.

Weitere Infos zum integrierten Handlungskonzept finden sich unter folgenden Link

http://www.nrweltoffen.de/wissen/publikationen/Handlungskonzept-03-web.pdf

Links zur Kurzfassung und Presseinformation:

http://www.nrweltoffen.de/wissen/publikationen/Handlungskonzept-Kurzfassung-web-03.pdf

http://www.nrweltoffen.de/aktuelles/nachrichten/10_5_16-PM-Handlungskonzept-final_-13_05_2016.pdf